Unsere Fachschaften

Die folgenden Fachschaften gibt es in der SHG.

Deutsch

Deutsch ist doch sowieso immer das Gleiche!?

Dieser Meinung schließen wir, die Fachschaft Deutsch, uns nicht an. Deutsch ist ein lebendiges und vielfältiges Fach, das mit seiner Breite an Themen und Unterrichts-formen immer wieder anders ist. Begeisterung für das Lesen, Schreiben und natürlich das sachgerechte Sprechen in den unterschiedlichsten Zusammenhängen zu wecken, ist unser erklärtes Ziel.

Fachlich orientieren wir uns an den Fachanforderungen und unser daran angelehntes Fachcurriculum, die den Standard und die Leitlinien unseres Unterrichts vorgeben. Zur Qualitätssicherung und Transparenz der Leistungsbeurteilung findet in allen Klassenstufen ein kontinuierlicher kollegialer Austausch statt. Wichtig ist uns dabei eine zügige Informationsweitergabe unter allen Fachkollegen, damit die Schülerinnen und Schüler die abschlussrelevanten Kompetenzen sicher erwerben.

Binnendifferenzierung mit einer kontinuierlichen Förderung, aber eben auch Forderung sind dabei wichtige Aspekte, die wir bis in die Oberstufe nicht aus den Augen verlieren, denn der persönliche Entwicklungsprozess auf der Basis eines fundierten und qualifizierten Sachwissens und –könnens soll möglichst breit abgesichert werden.

Also: Deutsch ist für jeden Einzelnen immer wieder anders und die Vielfalt unseres Fachunterrichts, die wir selbst so lieben, wollen wir so vermitteln, dass Bausteine unseres Unterrichts ein Leben lang zu einem bewussten und sensiblen Umgang mit Sprache und Kommunikation führen.

Mathematik

Wie jeder weiß, wird im Mathematikunterricht nicht nur gerechnet. Natürlich zählen das kleine und das große 1x1 zum grundlegenden Handwerkszeug. Die Mathematik und unser Mathematikunterricht sollen die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler fördern und schulen, insbesondere logisches Denken und Problemlösen, die Verallgemeinerungsfähigkeit und das Erkennen von Regelmäßigkeiten und die Fähigkeit zu einfachen und schnellen Rechenoperationen. So oft es, geht versuchen wir hierbei die mathematischen Themen mit Anwendungen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler zu verbinden. Auch Kommunikationsfähigkeit und die Benutzung der mathematischen Fachsprache sind uns sehr wichtig.

Die Mathematik hat als Wissenschaft eine lange Geschichte. Nach und nach erweitern die Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I ihre Zahlenbereiche und beschäftigen sich mit geometrischen und zahlentheoretischen Problemen, mit denen sich schon die Griechen beschäftigt haben und die auch heute noch relevant sind. Die algebraischen und stochastischen Probleme, die in dieser Altersstufe bearbeitet werden, entstammen aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Was nun hier so „alt“ und „theoretisch“ klingt, wird im Unterricht immer wieder mit dem Alltagsgeschehen der Schülerinnen und Schüler verknüpft. In der Sekundarstufe II geht es um Funktionen, Vektoren und Wahrscheinlichkeiten. In der Analysis werden Funktionen untersucht, in der Vektorgeometrie der geometrische Raum erweitert und in der Stochastik Statistiken untersucht. Auch in dieser Altersstufe gibt es eine enge Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis.

Englisch

Die englische Sprache ist allgegenwärtig – sei es in Produktbezeichnungen, in der Werbung, in der Popmusik, im Internet und natürlich auch im Berufsleben.

Vor diesem Hintergrund fällt dem Englischunterrichtnicht nicht nur die Aufgabe zu, den Schülerinnen und Schülern diese Sprache zu vermitteln, ihre Strukturen transparent zu machen und auf diese Weise Grundlagen für individuelle Lernprozesse zu schaffen, sondern sie auch dabei zu unterstützen, die Sprache so häufig wie möglich anzuwenden. Kommunikation steht somit im Mittelpunkt des modernen Englischunterrichts. An der Schule Hohe Geest wird diesem Anspruch auf verschiedene Weisen Rechnung getragen:

Als erste Fremdsprache wird Englisch schulartübergreifend ab Klasse 5 als sogenanntes „Kernfach“ mit vier oder fünf Stunden pro Woche unterrichtet. Die Vielfalt der Unterrichtsmethoden ist dabei besonders wichtig: Durch Rollenspiele, Lernplakate, Lieder, Spiele zur Erweiterung und Sicherung des Wortschatzes sowie grammatischer Strukturen, Referate zu landeskundlichen Themen, die Lektüre von Ganzschriften und Schreibprojekte sollen möglichst authentische Lernsituationen geschaffen und unterschiedliche Lerntypen angesprochen werden. Die Lehrwerke bilden den gemeinsamen Rahmen des Englischunterrichts an unserer Schule, auf den aufbauend weitere Originaltexte, Lieder, Filme und Lektüren eingesetzt werden, so dass die Schüler mit etlichen Varianten der Zielsprache sowie unterschiedlichsten landeskundlichen Aspekten konfrontiert werden.

Französisch

Im Französischunterricht erwerben die Schülerinnen und Schüler zunächst die Grundlagen für die neue Fremdsprache. Dabei steht die mündliche Sprachkompetenz im Vordergrund. Es werden das Hörverstehen, das Leseverstehen, das freie Schreiben und Sprechen sowie die Sprachmittlung geschult. Neben den grammatischen Kenntnissen werden landeskundliche und interkulturelle Inhalte vermittelt. Auf diesem Wege sollen Freude am Erlernen der französischen Sprache, Interesse an Frankreich und frankophonen Ländern sowie der Spaß am Austausch mit Jugendlichen unseres Nachbarlandes geweckt werden. Im schulinternen Curriculum der Oberstufe bilden die deutsch-französische Geschichte und die aktuelle Entwicklung der Beziehungen beider Länder zueinander einen besonderen Schwerpunkt.

Latein

„Cui bono?“ – Wem nützt es? Wozu Latein lernen?

Lateinunterricht baut auf Vorkenntnissen auf, die die Schülerinnen und Schüler bereits im Deutsch- und Englischunterricht in der Grundschule und in der fünften Klasse erworben haben, zum Beispiel das Lernen von Vokabeln und grammatischen Regeln.

Unter Anwendung moderner Methoden und Medien, beispielsweise dem Einsatz von Wochenplänen und von Rollenspielen, vermittelt der Lateinunterricht Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der lateinischen Sprache, darüber hinaus auch solche der deutschen Sprache und der Sprachreflexion. So lernen die Schülerinnen und Schüler sprachliche Strukturen und Grundbegriffe der Grammatik, wie sie in vielen anderen Sprachen verwendet werden. Damit erleichtern Lateinkenntnisse das Erlernen anderer, besonders romanischer Sprachen.

Durch die Auseinandersetzung mit antiken Texten und Themen werden die Schülerinnen und Schüler unter anderem dazu angeregt, sich mit den Wurzeln der europäischen Kultur, mit historischen, aber auch aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und mit den Grundwerten des Zusammenlebens und Sinnfragen des menschlichen Lebens zu beschäftigen.

Die Schülerinnen und Schüler erwerben mit den verschiedenen Latina eine wichtige Voraussetzung für viele Studienfächer.

Nach Möglichkeit unternehmen wir mit den Schülerinnen und Schülern auch Exkursionen an die CAU Kiel ins Institut für Klassische Altertumskunde, um dort an Lehrveranstaltungen teilzunehmen, die zuweilen sogar in lateinischer (!) Sprache durchgeführt werden.

Spanisch

Der Erwerb des Spanischen gestaltet sich ähnlich wie in den anderen Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Latein). Darüber hinaus werden zahlreiche Aspekte des Lebens in Spanien und Lateinamerika, des mundo hispánico, vermittelt, wie zum Beispiel landestypische Traditionen, Musik, Kunst, Literatur oder kulinarische Besonderheiten, denn interkulturelles Lernen umfasst die Gesamtheit soziokultureller Themen und Inhalte der spanischsprachigen Welt.

Es besteht die Möglichkeit, eine DELE Zertifikat (Diplom für Spanisch als Fremdsprache) zu erwerben, welches ein vom spanischen Ministerium für Bildung, Kultur und Sport beglaubigtes Zertifikat ist und als offizieller, international anerkannter Nachweis der spanischen Sprachkenntnisse als Fremdsprache gilt. Weitere Informationen erteilen die Spanischlehrkräfte.

Italienisch

Auch bei uns im "hohen" Norden ist Italien mit seiner Kultur und seine Sprache allgegenwärtig: angefangen bei gelato (Eis) bis hin zu Musik, Theater und Oper, Philosophie, Literatur und Architektur: pianoforte, crescendo, vespa, primadonna, Fresko, Fiasko und dolce vita ...

Ein guter Grund, sich möglichst früh mit dem „Lieblingsurlaubsland der Deutschen“ zu befassen und über die Alpen nach Süden zu schauen, wo „die Citronen blühn’“ (Goethe). Das Fach Italienisch an der Schule Hohe Geest ist daher etwas Besonderes, das nicht viele Schulen nördlich von Hamburg ihren Schülerinnen und Schülern bieten können.

Der Unterricht verfolgt zwei zentrale Ziele: Erwerb grundlegender fremdsprachlicher Kenntnisse mit dem Ziel der Kommunikationsfähigkeit in authentischen (Lern-)Situationen. Dabei steht die Entwicklung der mündlichen Sprachkompetenz im Vordergrund. Schon nach kurzer Zeit können die SchülerInnen einfache Gespräche auf Italienisch führen. Neben der Sprechkompetenz schulen wir natürlich auch die Kompetenzen Schreiben, Hören, Lesen und Sprachmittlung.

Der Unterricht gibt außerdem vielfältige und authentische Einblicke in die Lebenswelt der Menschen auf der Apennin-Halbinsel und in den italophonen Gebieten. Auf den verwendeten Lehrwerken aufbauend werden zunehmend Originaltexte, Lieder, Filme und Lektüren eingesetzt, so dass die Schülerinnen die Lernerfahrungen mit diversen Varianten der Zielsprache sowie unterschiedlichsten landeskundlichen Aspekten verknüpfen können.

Damit die SchülerInnen das erworbene Wissen auch anwenden können, bieten wir einen freiwilligen Austausch mit der Schule Liceo Édouard Bérard in der norditalienischen Region Valle d’Aosta (in Aosta-Stadt) an.

Biologie

Die Vermittlung von Kompetenzen im Fach Biologie ist Teil der naturwissenschaftlichen Grundbildung, der sogenannten ‚scientific literacy‘. Wir, die Mitglieder der Fachschaft Biologie, haben uns daher zum Ziel gesetzt, den Schülerinnen und Schülern naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen zu vermitteln. Die Lernenden sollen darin geschult werden, biologische Fragestellungen zu formulieren, Hypothesen aufzustellen und diese mithilfe von Experimenten, Versuchen oder genauen Beobachtungen beantworten zu können. All dies ist Teil des übergeordneten Ziels von Biologieunterricht – einer umfassenden Auseinandersetzung mit zentralen Konzepten wie Umwelt- und Gesundheitserziehung und einem verantwortungsbewussten Umgang mit sich und der Natur.

Es liegt uns besonders am Herzen, den Schülerinnen und Schülern direkte Erfahrungen mit dem Unterrichtsgegenstand zu ermöglichen, nicht umsonst heißt die Biologie wörtlich übersetzt: „Lehre vom Leben“. Neben der Verwendung von Modellen, Fertigpräparaten und anderen Anschauungsmaterialien unserer neuen und gut ausgestatteten Biologiesammlung integrieren wir daher so oft wie nur möglich Lebewesen, Organe, o. ä. in den Unterricht. So findet man in den Biologieräumen stets die Wasserpest zur Untersuchung von Chloroplasten und der Photosynthese, Laubstreu, in dem zahlreiche wirbellose Tiere ihr Zuhause haben, oder, wenn man genauer hinsieht, auch Joghurtbakterien. Neben diesem Erlebnischarakter des Biologieunterrichts machen wir uns außerdem die günstige Lage der Schule Hohe Geest zunutze: angrenzende Wälder und Fließgewässer werden regelmäßig für Exkursionen genutzt.

Chemie

Der Chemieunterricht soll den Schülerinnen und Schülern helfen, Urteils- und Kritikvermögen sowie vertieftes Welt- und Selbstverständnis zu entwickeln, damit sie lebenswichtige Prozesse und Stoffkreisläufe in der Natur, Technik und Alltag sowie damit zusammenhängende industrielle und wirtschaftliche Abhängigkeiten besser verfolgen, Aussagen darüber beurteilen und Entscheidungen gegebenenfalls mit steuern können.

Die Inhalte im Fach Chemie werden deshalb in einen lebensweltlichen Zusammenhang gestellt: Durch die Einbeziehung von Phänomen aus dem Schüleralltag wird mehr Relevanz, Authentizität und damit mehr Motivation für die Behandlung von chemischen Fachinhalten erzeugt. Handlungsorientierter Unterricht und ein hohes Maß an Selbständigkeit kennzeichnen den Unterricht an unserer Schule:

Methoden der Stofftrennung am Beispiel von Schokolade („Woraus besteht eigentlich Schokolade?“)

Stoffe und Stoffeigenschaften („Ein Stoff vom Mars“)

Gase („Das Unglück des Luftschiffs Hindenburg“)

Alkohol („Hat Fernando S. Alkohol unterschlagen?“)

Elektrochemie („Strom aus der Zitrone?“)

Proteine („Eiweißshakes – Sind sie gesund?“)

Farbstoffe („Die Chemie des Tintenkillers.“)

Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Bevor die Schülerinnen und Schüler selbständig experimentieren dürfen, müssen sie den Laborführerschein im Anschluss an ein mehrstündiges Sicherheitstraining bestehen. Dieser Laborführerschein wurde als schulartenübergreifendes Training konzipiert, so dass sichergestellt ist, dass alle Schülerinnen und Schüler unserer Schule das umfangreiche Training durchlaufen. 

Physik

Das physikalische Vorwissen der Schülerinnen und Schüler basiert auf Alltagserfahrungen und dem Umgang mit Medien. So ist ein kontinuierlicher Übergang von den Alltagvorstellungen zu physikalischen Vorstellungen ein erstes Ziel.

Später wird anhand realitätsnaher Fragestellungen das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern geweckt, physikalisch-technische Zusammenhänge in ihrer Umwelt zu erkennen, zu analysieren und mit Hilfe einfacher mathematisch-naturwissenschaftlicher Modelle Voraussagen für das Verhalten in Natur und Technik geben zu können. Dabei werden beispielhaft folgende Themengebiete in den oben angegebenen Klassenstufen untersucht:

  • Mechanik
  • Elektrizitätslehre / Magnetismus
  • Optik
  • Wärmelehre
  • Radioaktivität

Bei der Behandlung aller im Fachcurriculum festgelegten Themen steht bei den Jugendlichen eine Weiterentwicklung ihrer Kenntnisse und Fähigkeiten, sowie ihrer Arbeits- und Lernmethoden und ihres Sozialverhaltens im Vordergrund.

NaWi

Das Fach Naturwissenschaften (NaWi) führt inhaltlich die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Physik und Chemie zu einem Unterrichtsfach zusammen.

Bei vielen komplexen Kernproblemen der heutigen Gesellschaft, wie z.B. dem Klimawandel oder der „Energiewende“ ist eine klare Zuordnung zu einem (naturwissenschaftlichen) Unterrichtsfach nur schwer möglich. Um ein solches Thema umfassend zu behandeln und verständlich zu machen, muss über den Tellerrand eines Fachbereiches hinausgeschaut werden. Diesem Sachverhalt wird durch die Einführung des Unterrichtsfachs NaWi Rechnung getragen. Hinzu kommt eine erfahrungsgemäß besonders hohe Motivation der Schülerinnen und Schüler für Naturwissenschaften im Anfangsunterricht.

Die Auswahl und Gestaltung der Themen ist orientiert an dem Verhältnis Mensch-Natur und nimmt Bezug auf verschiedene Kernprobleme der heutigen Gesellschaft.

Klasse 5: Wasser, Sonne, Luft, Boden

Klasse 6: Tiere, Mensch, Strom und Maschinen, Pflanzen

Klasse 7: Orientieren, Kommunikation, Ernährung, Gesundheit

Der Unterricht wird durch einen naturwissenschaftlichen Fachlehrer erteilt. Um eine einseitige Bearbeitung der Themen zu vermeiden, werden bei der Planung der Unterrichtseinheiten Fachlehrer unterschiedlicher naturwissenschaftlicher Fachrichtungen mit einbezogen.

Bei der Unterrichtsgestaltung steht neben der Sachkompetenz auch die Methodenkompetenz im Vordergrund. Die Vermittlung naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen und zunehmend selbstständiges Experimentieren bereiten gut auf den naturwissenschaftlichen Unterricht der nachfolgenden Klassenstufen vor.

Informatik

Die Schülerinnen und Schülern erlernen im Rahmen der informationstechnischen Grundbildung die Grundlagen der Textverarbeitung und der Tabellenkalkulation. Dieses geschieht sowohl im Unterricht des Faches Informatik als auch im Unterricht anderer Fächer.

Weitere Schwerpunkte sind technische Grundlagen der Kommunikation über das Internet und der Umgang mit dem Internet. Auch auf die Gefahren im Umgang mit dem Internet geht der Unterricht ein.

Im vertiefenden Wahlpflichtkurs Informatik liegt der Schwerpunkt auf dem Erstellen von Programmen mithilfe von Algorithmen. Zusätzlich werden Daten strukturiert und entsprechende Datenbestände verwaltet. Die Realisierung geschieht in Form von Projekten.

Geographie

Das starke Bevölkerungswachstum, die expandierende Wirtschaft, der vergrößerte Energiebedarf und die daraus resultierende globale ökologische Krise gefährden zunehmend den Lebensraum des Menschen. Sie sind Beispiele für raumwirksame Entscheidungen und Prozesse, die unser Leben und unsere Gesellschaft in vielerlei Bereichen beeinflussen.

Für uns und unsere Kinder gilt es, sich diesen Phänomenen zu stellen, damit verbundene Entwicklungen zu erkennen und Handlungsoptionen zu entwickeln. Dies ist nur auf der Grundlage fundierten Wissens möglich und es setzt die Fähigkeit voraus, Prozesse beurteilen und Probleme angehen zu wollen.

Die Mitgestaltung in Umweltschutz, wirtschaftlicher Entwicklung, entwicklungspolitischer Zusammenarbeit und auch Stadt- und Raumplanung erfordert Menschen, die verantwortlich für den Raum handeln. Das Fach Geographie ist in seiner Brückenstellung zwischen den Gesellschafts- und den Naturwissenschaften besonders für die fächerübergreifende Zusammenarbeit geeignet: Informationen aus der Chemie, Biologie und Physik werden mit den natürlichen Gegebenheiten eines Raumes in Verbindung gesetzt und ergeben so ein Gesamtbild. Daneben bieten auch die Fächer Geschichte und WiPo wichtige Anknüpfungspunkte, um raumwirksame Prozesse z.B. in den Ländern der Dritten Welt zu erfassen, und  sie helfen Verständnis für die entwicklungspolitische Problematik zu entwickeln.

Weiteres Merkmal des Faches Geographie ist eine wirklichkeitsnahe Unterrichtserfahrung. Wir bieten in allen Jahrgangsstufen Exkursionen zu unterrichtsrelevanten Themen an. Zum Beispiel: Betriebsbesichtigung eines Bauernhofes (Klasse 5), Exkursion zum Kieler Hafen (Klasse 6), das Klimahaus in Bremerhaven (Klasse 10) oder die Hamburger Hafencity (Klasse 10). Solche Exkursionstage stellen mit gezielter Vor- und Nachbereitung eine effektive Unterrichtsgestaltung dar und stärken erfahrungsgemäß die Motivation der Schüler nachhaltig.

Geschichte

Der Geschichtsunterricht vermittelt folgende Schwerpunkte:

- Grundwerte, d.h. die Bestimmung und Begründung von Grundwerten menschlichen Zusammenlebens sowie die Untersuchung ihrer Ausgestaltungsmöglichkeiten und Gefährdungen. Solche Grundwerte sind der Frieden, die Menschenrechte, das Zusammenleben in der Einen Welt mit unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Gesellschaftsformen, Völkern und Nationen.

- Erhalt natürlicher Lebensgrundlagen, d.h. die Einsicht in den Wert der natürlichen Lebensgrundlagen und der eigenen Gesundheit, in die Notwendigkeit ihrer Pflege und Erhaltung sowie in die Ursachen ihrer Bedrohung

- Strukturwandel, d.h. die Einsicht in Chancen und Risiken, die in der Veränderung der wirtschaftlichen, technischen und sozialen Lebensbedingungen liegen und die Abschätzung ihrer Folgen für die Gestaltung unserer Lebensverhältnisse

- Gleichstellung, d.h. die Bestimmung und Begründung des Prinzips der Gleichstellung von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen in Familie, Beruf und Gesellschaft sowie die Untersuchung seiner Ausgestaltungsmöglichkeiten und Gefährdungen

- Partizipation, d.h. die Bestimmung und Begründung des Rechts aller Menschen zur Gestaltung ihrer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse, zur Mitwirkung und Mitverantwortung in allen Lebensbereichen sowie die Untersuchung der Ausgestaltungsmöglichkeiten und Gefährdungen dieses Rechts

Wirtschaft und Politik

Der Unterricht im Fach Wirtschaft/Politik trägt bei:
- zur Bereitschaft, sich für gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Probleme zu interessieren
- zur Fähigkeit, eigene Einstellungen und gewohnte Sichtweisen bei der Betrachtung und Bewertung politischer und wirtschaftlicher Prozesse zu reflektieren
- zur Bereitschaft, sich in Kommunikationssituationen rational und problembewusst zu verhalten
- zum Erkennen der eigenen Handlungsmöglichkeiten
- um sich beruflich zu orientieren und eigene Interessen und Fähigkeiten zu erkennen

Der Unterricht in Wirtschaft/Politik beinhaltet auch die Berufsorientierung:
- Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung des Betriebspraktikums (GemS und GYM) und des Wirtschaftspraktikums (GYM Oberstufe) zur beruflichen Orientierung sowie Hilfestellung bei der Ausbildungs- und Studienplatzsuche in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit (Berufsberatung)
- Besuche von Messeveranstaltungen und externen Einrichtungen, wie z.B. der Berufsinformationsbörse (BIB), der „nordjob“ und des Berufsinformationszentrums (BIZ) in Neumünster
- Bewerbungstraining mit Versicherungspartnern
- Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Betrieben in Form bestehender Kooperationsvereinbarungen
- Teilnahme an den Hochschulinformationstagen der CAU Kiel

Musik

Neben dem Vermitteln musikalischer Kenntnisse streben wir ein ganzheitliches Erfahren musikalischer Lebenswelten und musikalischer Inhalte an. Wir bemühen uns daher, sowohl das Erlernen grundlegender musiktheoretischer Kenntnisse und Fähigkeiten und Kennenlernen musikalischer Werke verschiedener Epochen und Genres anzuleiten als auch handlungsorientierte „Begegnungen“ mit musikalischen Inhalten zu schaffen. Dies sind zum einen praktische Anwendungen wie Instrumentalspiel im Klassenverband mit Hilfe geeigneten Orff-Instrumentariums, z.T. auch unter Berücksichtigung eigener, außerhalb der Schule erlernter Musikinstrumente. Hierfür stehen auch ein Schlagzeug und mehrere Gitarren, E-Gitarre, Ukulelen, EBass und Keyboards und Pianos zur Verfügung.

Einen wichtigen Stellenwert in unserem Musikunterricht hat zum anderen auch das Singen als handlungsorientierter Zugang zu musikalischen Phänomenen und als aktive Teilhabe am Musikleben und –erleben. Aus diesen praktischen Bestandteilen des Musikunterrichts erwächst z.T. das Rahmenprogramm schulischer Veranstaltungen. Schließlich erfolgt im Musikunterricht ein punktuelles Kennenlernen und Reflektieren musikgeschichtlicher Zusammenhänge und Einordnungen. Darunter verstehen wir nicht nur die Beschäftigung mit Komponisten so genannter klassischer Musik, sondern auch die Beschäftigung mit so genannten musikalischen Lebenswelten, d.h. den Lebensbedingungen der Menschen in verschiedenen Zeiten und Lebensumständen, unter denen Musik entstanden ist und noch entsteht. Auch hier bemühen wir uns um handlungsorientierte Zugänge wie z.B. fiktive Briefe oder Interviews. 

Kunst

Das Fach Kunst bietet grundlegende Orientierungshilfen, um die vielfältig gestaltete Umwelt, die zunehmend auch medial erfahren wird, ästhetisch fassbar zu machen. Im Umgang mit Materialien und Medien gilt es, Gestaltungsfragen in den Mittelpunkt der Betrachtung zu stellen, um zu Möglichkeiten der sinnvollen Auseinandersetzung zu schaffen und ästhetisches Urteilsvermögen zu bilden. Das Ziel, selbst gestaltend in die Lebenswirklichkeit eingreifen zu können, spiegelt sich in den Aufgabenstellungen mit Bezügen zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler und zu Ansprüchen der Arbeitswelt im Hinblick auf Gestaltungsprozesse wider.

Gearbeitet wird in den Arbeitsbereichen Grafik, Malerei, Plastik, Film und Foto, Architektur und Aktion sowie auf dem Gebiet der Werkbetrachtung und Kunstgeschichte. Das Kennenlernen und Erlernen von künstlerischen Techniken trägt überdies zur Sammlung von Materialerfahrungen bei.

Historische und zeitgenössische Kunstbetrachtung kann anhand von Bildreproduktionen oder der Möglichkeit der Beamerprojektion und des Einsatzes der aktiven Tafeln in zwei Kunsträumen stattfinden. Überdies bietet aber auch die Erfahrung mit dem Original vor Ort auf Exkursionen zu Museen (z.B. NordArt, Kunsthalle Kiel), die in das laufende Unterrichtsgeschehen integriert werden, vielfältige Möglichkeiten zur Ausbildung von Bildkompetenzen.

Bei der Teilnahme an nationalen und internationalen Wettbewerben und durch fächerübergreifendes Arbeiten erfahren unsere Schüler und Schülerinnen, welch wichtige Rolle die alltägliche Gestaltung der uns umgebenden Welt spielt. Stetige Ausstellungen und Präsentationen von Unterrichtsergebnissen schaffen Identifikationsmöglichkeiten mit Schule und der sie umgebenden Lernumgebung und stellen die Wertigkeiten der individuellen Leistungen eindrucksvoll heraus.

Ernährung und Verbraucherbildung

Der Hauswirtschaftsunterricht befasst sich mit allen wichtigen Aufgaben der Haushaltsführung, nicht nur mit der Nahrungszubereitung. Der Unterricht im Fach Hauswirtschaft trägt dazu bei, dass Jugendliche über das Leben und Zusammenleben in einem Haushalt nachdenken. Sie sollen dabei die Bereitschaft entwickeln, aktiv das Zusammenleben im Haushalt mitzugestalten und bei der Bewältigung von Aufgaben mitzuhelfen, um auf den Start in den eigenen Haushalt und die dann auf sie zukommenden Aufgaben der selbständigen Haushaltsführung vorbereitet zu werden. 

Wer einen Haushalt gut führen will, sollte zum Beispiel wissen …

…wie man die Hausarbeit gut organisiert und wie man sich die Arbeit in einem Haushalt erleichtert.

…wie man sich vor Unfallgefahren im Haushalt schützt.

…wie man durch überlegte Haushaltsführung die Umwelt schont.

…wie man sinnvoll einkauft und wie man mit Geld umgeht.

…wie man nach Rezepten schmackhafte Gerichte zubereitet und sich dabei gesund ernährt.

Weitere Themen der Verbraucher- und Hauswirtschaftslehre sind der Ernährungskreis (zum Beispiel: Getreideprodukte und Gemüse/Obst, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier und Geflügel, Speisefette und Speiseöle, Kräuter und Gewürze, Getränke) und die bewusste Ernährung (zum Beispiel: Ernährungsfehlverhalten und die Folgen oder Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung).

 

Technik

Technik ist ein unverzichtbarer Bestandteil für die Grundbildung an einer allgemein bildenden Schule. Praktische Themen stehen im Vordergrund, die Planung und Bewertung von technischen Produkten sind ein wesentlicher Bestandteil.

Beispiele:

- Sicherheit im Technikunterricht (Umgang mit Maschinen)

- Grundlagen der Holztechnologie

- Kunststoffverarbeitung

- Löten und Solarprojekte

- Transport und Verkehr (Fahrzeuge und Antriebe)

- Metallverarbeitung

Da aus Sicherheitsgründen die Gruppengröße auf 15 Personen begrenzt ist, wird jeweils die Hälfte der Klasse unterrichtet. Die andere Hälfte hat im gleichen Zeitraum zum Beispiel Verbraucherbildung (Hauswirtschaftslehre).

Textillehre

Die Zeiten, in denen Textillehre ein „Mädchenfach“ war, gehören schon lange der Vergangenheit an. Der moderne Textilunterricht bietet sowohl für Mädchen als auch für Jungen unserer Schule die Möglichkeit, die allgegenwärtigen Textilien genauer zu betrachten und eigene Kreationen zu schaffen, ausgehend von den besonderen Eigenschaften der Stoffe, Garne und Wolle.

In Klasse 5 und 6 geht es darum, verschiedene textile Techniken kennenzulernen, die Grundlagen des sicheren Umgangs mit Werkzeug zu schaffen und überwiegend praktisch zu arbeiten. Im Wahlpflichtunterricht gilt es diese Aspekte zu vertiefen und zu erweitern. Hinzu kommen solche wichtigen Themen, wie „Der Ursprung der Textilien“, „Umweltbewusstes Verbraucherverhalten und nachhaltige Nutzung der Ressourcen“. Eine entscheidende Rolle in allen Klassenstufen spielt die Herstellung eigener Produkte und kreativer Umgang mit Textilien“.

Evangelische Religion

„Religion ist im weitesten und tiefsten Sinne das, was uns unbedingt angeht." (Paul Tillich)

Dem Religionsunterricht kommt in einer sich immer schneller verändernden Welt, die immer komplexer, auf größeren Leistungsprinzipien und Egoismus zu beruhen scheint, eine bedeutende Rolle als Gegenpol zu. Eine besondere Bedeutung hat er im Hinblick des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Schule.

Unsere Schülerinnen und Schüler erhalten in ihm einen Raum eigenen Fragen nachzugehen, Orientierung zu suchen, andere wahrzunehmen und sich mit dem Sinn des eigenen Lebens auseinanderzusetzen. Fragen wie zum Beispiel „Gibt es einen Gott?“, „Warum lässt Gott Ungerechtigkeit zu?“, „Warum bin ich so, wie ich bin?“, Wozu lebe ich?“ und „Was kommt nach dem Tod?“ können an der Schule Hohe Geest im Religionsunterricht diskutiert werden und ermöglichen den Schülerinnen und Schülern einen eigenen begründeten Standpunkt zu finden. Die Kinder erfahren darüber hinaus gesellschaftlich religiös relevante Aspekte, die den Alltag betreffen. Im Hinblick auf andere Religionen und Weltanschauungen möchte der Religionsunterricht zu Toleranz und Dialogfähigkeit erziehen und Kindern es ermöglichen eigene Positionen zu finden.

Unser Religionsunterricht soll die Schülerinnen und Schüler zu einer Religionsmündigkeit heranführen im Sinne eines modernen und aufgeklärten Umgangs. Wir verstehen ihn als ordentliches Unterrichtsfach mit dem Anspruch, Religion als Grundlage eines anteilnehmenden, empathischen und humanitären gesellschaftlichen Miteinanders.

Philosophie

Im Philosophieunterricht geht es um die großen Fragen der Menschheit:
Was ist der Mensch? Was soll ich tun?
Was kann ich wissen? Was darf ich hoffen?

Der Philosophieunterricht erzieht zu einem nachdenklichen Umgang mit Erfahrungen, Vorstellungen, Fragen und Problemen. Im Philosophieren gewinnt ihr Kind Zutrauen zu seinem eigenen Verstand und Freude daran, seine Tragweite in verschiedenen Situationen zu erproben. Im Mittelpunkt der Philosophie steht der Mensch, der fragt, wie weit seine Erkenntnis reicht und aus welchen Gründen sie sich herleitet, an welchen Werten er sein Handeln und sein Leben mit anderen ausrichten soll, wie er sein Leben insgesamt glaubwürdig deuten kann.

Wer philosophiert, hat den Vorsatz, durch eigenes Nachdenken zu einer Überzeugung zu gelangen. Darum macht auch der Philosophieunterricht dies zu seiner Grundlage.

Philosophieunterricht erhalten alle Schülerinnen und Schüler, die konfessionell nicht gebunden sind oder vom Religionsunterricht abgemeldet wurden, sofern eine hinreichend große Lerngruppe gebildet werden kann. Wenn Sie Ihr Kind an der Schule Hohe Geest anmelden, können Sie auf dem Anmeldeformular ankreuzen, dass Ihr Kind nicht am Religionsunterricht teilnehmen, sondern Philosophieunterricht erhalten soll. Auch im späteren Verlauf ihrer Schulzeit können Schülerinnen und Schüler zum Schuljahreswechsel vom Religionsunterricht abgemeldet werden. Nach dem Erreichen der Religionsmündigkeit im Alter von 14 Jahren können sich Schülerinnen und Schüler zum Schuljahreswechsel eigenständig vom Religionsunterricht abmelden.

Sport

Im Schulsport soll Bewegung, Spiel und Sport sowohl als Mittel individueller Entwicklungsförderung eingesetzt werden, als auch zur Erschließung der Bewegungs-, Spiel- und Sportkultur dienen. Neben den verbindlichen Inhalten des Lehrplans bzw. aufwachsend der Fachanforderungen wird das fakultative Thema Rollen und Gleiten vielfältig erfahren u. a. durch schuleigene X-Lider, Waveboards und Einräder sowie Ausflüge zum Schlittschuhlaufen (z.B. im Eisstadion Brokdorf) sowie zum Ski- und Snowboardfahren und last but not least Klassenausflüge mit dem Fahrrad.

Verwendete Sportanlage: Sporthalle der SHG und Parkstraßenhalle sowie das Stadion und das beheizte Freibad.

Teilnahme an Wettbewerben:

Lauftag der gesamten Schule im Herbst

Teilnahme an regionalen Laufwettbewerben (Crosslauf und Helgoland-Staffel-Marathon)

Hallenspielefeste als Klassenwettkämpfe Klasse 5-8 jahrgangsweise

Bundesjugendspiele Turnen in (Klasse 6-8 Gymnasium verbindlich, GemSTeil freiwillig)

Bundesjugendspiele Leichtathletik im Sommer (Klasse 5 und 6 als Klassenwettbewerb, Klasse 7-8 in der Wettkampfform)

regelmäßige Teilnahme an Wettkämpfen zu JtfO (Jugend trainiert für Olympia: z.B. Fußball, Basketball, Volleyball, Floorball)

Teilnahme an örtlichen Turnieren unter benachbarten Schulen.

Es findet eine enge Kooperation mit dem örtlichen Sportverein statt. Zahlreiche sportliche Pausen-, Mittagsbetreuungs- und AG-Angebote werden u. a. von den Aktionsleitern (von der Sportjugend Schleswig-Holstein qualifizierte Schüler und Schülerinnen der SHG) durchgeführt.